Wieviel Schnee braucht man zum Skifahren?

Bevor man in den Skiurlaub aufbricht, ist es immer das gleiche Spiel. Man prüft die Wettervorhersage, um herauszufinden, wie viel Schnee im Skigebiet liegt. Vor allem, wenn es kein wirklich schneesicheres Skigebiet ist. Aber wieviel Schnee braucht man überhaupt zum Skifahren?

Es kommt zwar immer auf das Skigebiet an, aber der Schnee sollte zum Skifahren mindestens 50 cm hoch sein. Noch besser ist das doppelte, also ein Meter. Je felsiger ein Skigebiet ist, desto mehr Schnee braucht es, um die Pisten vollständig zu bedecken und somit sicher Skifahren zu können. Je mehr Schnee liegt, desto mehr Pisten sind auch im Skigebiet geöffnet. Skigebiete, die über Schneekanonen verfügen, öffnen aber auch bei weniger Schneefall.

Sie können theoretisch auch bei weniger Schnee Skifahren. Für eine Talabfahrt am Ende des Skitages reichen manchmal auch schon 10 oder 20 cm. Dann sollte die Piste aber auf einer Wiese ohne Felsen oder Steine sein.

In diesem Artikel gehen wir im Detail darauf ein, was die besten Schneebedingungen für das Skifahren sind. Wir erklären, warum in unterschiedlichen Skigebieten unterschiedliche Schneehöhen für den Betrieb nötig sind.

Außerdem verraten wir, welche Monate und welche Temperaturen zum Skifahren am besten geeignet sind. Schließlich erklären wir Ihnen auch noch, was passieren kann, wenn Sie auf zu wenig Schnee Ski fahren.

Wovon hängt die Mindestschneehöhe zum Skifahren ab?

Die Mindestschneehöhe, die für den Betrieb der Skipisten nötig ist, unterscheidet sich von Skigebiet zu Skigebiet. Sie unterscheidet sich sogar von Piste zu Piste.

Felsigere Skigebiete benötigen mehr Schnee, um den harten Boden ausreichend zu bedecken. Höher gelegene Skigebiete oder solche, die nicht als Viehweide genutzt werden, sind in der Regel felsiger. Sie benötigen daher mehr Schnee, bevor die Pisten geöffnet werden können.

In vielen schweizerischen und französischen Skigebieten über 2000 m gibt es wenig oder gar keine Pflanzen. Der Boden ist praktisch mit Felsen und Geröll bedeckt.

In diesen Skigebieten ist eine Schneehöhe von mindestens 1 m erforderlich, um eine ausreichende Schneedecke zu gewährleisten.

In niedrig gelegenen Skigebieten mit mehr Grasbewuchs wie in den österreichischen Alpen unter 1.800 m, reicht im Prinzip schon eine Schneedecke von 15 cm, um Skifahren zu können. Aber auch hier ist mehr Schnee natürlich besser.

Gras bietet dem Schnee eine viel weichere und gleichmäßigere Oberfläche. Das bedeutet, dass bereits eine kleinere Schneeschicht die Landschaft komplett bedecken kann.

Felsbrocken und zerklüftete Felsen ragen jedoch in einem ungünstigen Winkel nach oben, so dass der Schnee sich hier nicht so auftürmt. Die Felsen können durch den Schnee hindurchragen oder liegen nur leicht bedeckt direkt unter der Schneedecke.

Bei sehr wenig Schnee ist es nur möglich, auf Gras zu fahren. Skifahren auf felsigem Grund ist bei solchen Verhältnissen unmöglich und gefährlich.

Innerhalb desselben Skigebiets können einige Pisten flach und grasbewachsen sein, während höher gelegene Pisten mit großen Felsbrocken übersät sind. Das bedeutet, dass man für diese Pisten viel mehr Schnee braucht, um sie zu öffnen.

Aus diesem Grund wird in den meisten Skigebieten zu Beginn der Saison oft nur ein Teil der Pisten geöffnet.

Im Laufe der Saison, wenn mehr Schnee fällt, werden mehr und mehr Pisten geöffnet. Wenn dann hoffentlich irgendwann genug Schnee liegt, werden alle Pisten geöffnet.

Es kann aber auch mal vorkommen, dass nicht genügend Schnee fällt. Dann kann das Skigebiet nicht alle Pisten öffnen. Heutzutage kommen dann aber verstärkt Schneekanonen zum Einsatz, um zumindest einige Pisten öffnen zu können.

Gegen Ende der Saison steigen die Temperaturen und der Schnee beginnt zu schmelzen. Dann kann es sein, dass das Skigebiet einige Pisten schließen muss, auf denen die Schneedecke knapp wird.

Hervorstehende Felsen oder Geröll können die Ski leicht beschädigen und das Skifahren sehr gefährlich machen. Die Skigebiete sperren aus Sicherheitsgründen in der Regel schnell alle Pisten, auf denen der Boden unter dem Schnee durchscheint.

Wann ist die beste Zeit zum Skifahren?

In den Alpen ist der schneereichste Monat in der Regel der Januar, gefolgt vom Februar und dem Dezember. In diesen Monaten können Sie meist mit guten Schneebedingungen rechnen.

Planen Sie Ihren Skiurlaub also am besten für den Januar oder Februar, wenn Sie den besten Schnee haben möchten. Oder reisen Sie später oder früher in der Saison, wenn Sie weniger Menschenmassen und günstigere Unterkünfte bevorzugen.

Was ist die beste Temperatur für Schneefall?

Schnee fällt, wenn die Temperatur am Boden unter 3 °C liegt. Am häufigsten schneit es aber bei einer Außentemperatur zwischen -2 °C und 2 °C.

Bei etwas wärmeren Temperaturen fängt der Schnee an zu schmelzen. Das kann sich dann auch in Form von Eis auf der Piste zeigen, wenn es nachts wieder kälter ist. Bei solchen Temperaturen fällt auch kein Schnee, sondern eher Graupel.

Wenn es nicht kalt genug für Schnee ist, fällt Regen. Der kann die oberste Schneeschicht matschig machen oder schnell gefrieren und für eisige Bedingungen sorgt.

Was passiert, wenn es in einem Skigebiet nicht schneit?

Viele Skigebiete verfügen heute über Beschneiungsanlagen, die die ganze Saison über Schnee produzieren.

Zwar braucht fast jedes Skigebiet mindestens einen größeren Schneefall, um einen Grundstock an Schnee zu haben. Die Maschinen können die großen Pisten aber über viele Monate hinweg beschneien.

Da Skigebiete im Durchschnitt nur rund 100 Tage im Jahr geöffnet sind, tun sie alles, was sie können, um offen zu bleiben. Skigebiete geben deshalb viel Geld für die Beschneiung aus.

Viel natürlicher Schneefall wäre zwar ideal, aber den gibt es leider nicht in jedem Jahr. Wenn es nicht viel schneit, sind die Schneekanonen so oft wie möglich im Einsatz, um frischen Schnee zu erzeugen.

Wenn es in einem Winter keinen oder nur sehr wenig Schnee gibt, kann das Skigebiet auch nur für eine kurze Saison teilweise geöffnet sein. Es stehen dann nur die Pisten mit Schneekanonen zur Verfügung.

Es kommt zumindest in den großen Skigebieten aber nur sehr selten vor, dass ein Skigebiet wegen Schneemangels überhaupt nicht öffnen kann.

Wie ist es, auf einer dünnen Schneedecke Ski zu fahren?

Skifahren auf einer dünnen Schneedecke ist in vielerlei Hinsicht dasselbe wie Skifahren auf einer großen Schneedecke. Wichtiger sind die Art des Schnees und wie dicht er ist. Diese Punkte machen einen größeren Unterschied als die Menge des Schnees.

Das Wichtigste ist, vorausschauend zu fahren und sich bewusst zu machen, dass es auf der Piste Bereiche geben kann, in denen Kies oder Felsen direkt unter der Schneeoberfläche liegen. Gerade Anfängern ist das oft nicht bewusst.

Achten Sie auf verfärbte oder dunkle Stellen im Schnee und meiden Sie diese. Kleine Steine und Schmutz zerkratzen den Belag Ihrer Ski.

Kleinere Kratzer können Sie mit Wachs ausbessern lassen. Aber tiefere Kratzer, die in das Material des Skibelags eindringen, können die Oberfläche dauerhaft beschädigen und Ihre Ski zerstören.

Vermeiden Sie es, in der Nähe der Ränder der präparierten Piste oder abseits der Pisten in schneearmen Gebieten zu fahren. Es lohnt sich nicht, dafür Ihre Ski zu zerstören.

Wie lange bleibt Schnee auf der Piste liegen?

Je höher die Schneedecke ist, desto länger dauert es, bis sie schmilzt. Und desto mehr Neuschnee bleibt auch auf der Piste liegen, wenn es schneit.

Pisten in schattigen Tälern sind tendenziell kälter. Sie haben weniger direkte Sonneneinstrahlung, wodurch der Schnee tiefer und länger haltbar ist. Solche Pisten öffnen in der Regel in jedem Skigebiet als erste und werden als letzte geschlossen.

Ein Skigebiet, das mehr neuen Schnee bekommt, ist nicht unbedingt besser als ein Skigebiet, in dem der Schnee länger hält.

In höher gelegenen Skigebieten mit kälteren Temperaturen und mehr Schatten hält der Schnee tendenziell länger. Das sind die Pisten am Nordhang, zumindest auf der Nordhalbkugel.

Normalerweise bildet der erste starke Schneefall der Saison eine schöne Schneedecke, die in den Tälern die ganze Saison über hält. Der Schnee an exponierten Hängen, die nicht durch Bäume geschützt sind, schmilzt als erstes.

Selbst wenn die Tagestemperaturen viele Tage oder Wochen lang über 0 ºC liegen, schmilzt nicht der gesamte Schnee.

In der Regel bleibt in den Tälern immer eine gute Schneedecke liegen, die mit Schneekanonen aufgefüllt wird. Das Skigebiet kann dann länger geöffnet bleiben.

Im Laufe einer Saison kommt es häufig zu Tauwetter, Regen und Eisregen. Während des Tauwetters schmilzt der Schnee und kann dann als harter Schnee wieder zufrieren.

Skigebiete setzen Schneepflüge ein, um die Pisten jeden Tag zu präparieren. Außerdem nutzen sie die Schneekanonen, um zusätzlichen Pulverschnee aufzutragen.

Wenn Skipisten nicht präpariert werden, kann der Schnee extrem eisig werden und das Skifahren unmöglich machen.

Kann ein Skigebiet zu viel Schnee haben?

Bei heftigen Schneestürmen schließen die Skigebiete ihre Lifte. In solchen Situationen besteht große Gefahr beim Skifahren.

Der Wind macht die Skilifte unsicher und es besteht die Gefahr, dass Skifahrer bei einem Schneesturm nichts mehr sehen können.

Auch wenn es selten vorkommt, dass ein Skigebiet wegen zu viel Schnee geschlossen wird, ist es üblich, dass die Lifte während eines starken Sturms vorübergehend geschlossen werden.

Bei starkem Schneefall erhöht sich auch die Lawinengefahr. Bestimmte Pisten werden geschlossen und das Skifahren abseits der Piste ist verboten. Oder es wird zumindest dringend davon abgeraten.

Wenn zu viel Schnee liegt, bedeutet das viel mehr Arbeit für die Schneepflüge. Sie müssen täglich Tonnen von Schnee bewegen, um die Pisten stabil und sicher zu machen.

Bei starkem Schneefall ist in der Regel nicht das Skifahren das größte Risiko für die Skifahrer, sondern der Weg zum und vom Skigebiet auf verkehrsreichen, vereisten Straßen.

Bei Skiwettbewerben kann zu viel Schnee die Rennbedingungen verändern und die Skifahrer langsamer machen.

Normalerweise werden die Rennstrecken mit Wasser vollgespritzt, um die Oberfläche schneller zu machen. Bei starkem Schneefall können sich Spurrillen und Unebenheiten bilden, die die Technik und Geschwindigkeit der Skifahrer beeinträchtigen.

Was sind gute Schneeverhältnisse zum Skifahren?

Die besten Schneeverhältnisse für Skifahrer sind, wenn eine frische Schicht aus leichtem Pulverschnee auf einer hohen, festeren Unterlage liegt.

Eisiger oder hart gepackter Schnee ist schwierig zu fahren. Man wird sehr schnell und kann schwerer kanten. Das Skifahren ist dann anstrengender und gefährlicher. Matschiger Frühlingsschnee fühlt sich wiederum langsam und schwer an.

Wie funktionieren Schneekanonen?

Immer mehr Skigebiete setzen auf die Beschneiung mit Schneekanonen. So können sie mehr Schnee für längere Skisaisons erzeugen.

Die neuesten Beschneiungsanlagen können mehr als 110 Liter Wasser pro Minute in Schnee umwandeln. Sie können auf dem Berg neu positioniert werden, um die Pistenbereiche zu beschneien, die es am meisten brauchen.

Die besten Temperaturen für die Beschneiung liegen zwischen -5°C und -20°C. Wenn es zu warm ist, ist der Betrieb der Maschinen sehr teuer. Und wenn es zu kalt ist, kann das Wasser in den Rohren gefrieren und das Metall beschädigen.

Die idealen Bedingungen sind trocken und kalt. Zu viel Feuchtigkeit in der Luft kann die Schneeproduktion verringern. Die Temperatur hat einen großen Einfluss darauf, wie lange die Skigebiete brauchen, um mehr Schnee zu produzieren.

Warum schließen Skigebiete, wenn es noch Schnee gibt?

Skigebiete haben in der Regel ein festes Schließdatum, unabhängig davon, wie viel Schnee noch auf dem Boden liegt.

Der Hauptgrund ist leider wirtschaftlicher Natur. Im Mai und Juni gehen nicht mehr viele Menschen in den Skiurlaub. Ab einem bestimmten Punkt ist es für ein Skigebiet finanziell nicht mehr sinnvoll, geöffnet zu bleiben. Selbst wenn noch viel Schnee liegt.

Der Betrieb eines Skigebiets ist mit hohen Kosten verbunden. Es ist gerade am Anfang und Ende der Saison schwierig, das Wetter vorherzusehen.

Manche Skigebiete schließen sehr früh, was dann die Kunden verärgern kann. Andere schließen zu spät und machen dadurch Verluste.

Fazit

Die Mindestmenge an Schnee zum Skifahren hängt von der Beschaffenheit der Pisten ab. Bei Pisten auf Wiesen reichen schon 10 oder 20 cm schnee aus, um Skifahren zu können.

Bei felsigem Untergrund oder Pisten auf Schotter sollten es schon mindestens 50 cm Schnee sein. Besser ist es aber, wenn es auf solchen Pisten mindestens 1 m Schnee gibt.

Skigebiete nutzen heute oftmals Schneekanonen, um für gute Pistenverhältnisse zu sorgen. Man kann dann auch Skifahren, wenn nicht so viel Schnee fällt. Der Betrieb der Schneekanonen ist jedoch teuer.

Wenn Sie den besten schnee zum Skifahren haben möchten, sollten Sie Ihren Skiurlaub im Januar oder Februar einplanen. Die Pisten sind dann zwar meist voll, aber der Schnee ist zu dieser Zeit meist ideal.

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