Wie funktioniert eine Zipline?

Sie machen Urlaub in den Bergen und haben dort eine Zipline entdeckt? Es reizt Sie, die Zipline auszuprobieren, aber Sie würden gerne erst ein wenig mehr darüber wissen. Wie genau funktioniert das Ganze, wenn Sie Zipline fahren?

Eine Zipline funktioniert hauptsächlich durch die Schwerkraft. Sie starten an einem hohen Punkt von einer Plattform und rutschen dann mit einem Seilsystem zu einem niedrigeren Punkt hinab. Durch die geringe Reibung zwischen der Seilrolle und dem Seil wird die Endgeschwindigkeit erhöht, so dass Sie schnell fahren können. Eine Zipline verfügt auch über Bremsen, damit Sie sicher zum Stehen kommen.

Wenn Sie noch mehr darüber erfahren möchten, wie Ziplines funktionieren, sind Sie hier genau richtig. In diesem Artikel werden wir die Teile einer Zipline, die Naturwissenschaft und die Physik hinter dem Ziplinen und die Funktionsweise der Bremsen besprechen.

Wenn Sie mit dem Lesen fertig sind, werden Sie bereit sein, sich in Ihr Zipline-Abenteuer zu stürzen!

Die Bestandteile einer Zipline

Es ist schwer zu erklären, wie eine Zipline funktioniert, ohne zuerst die verschiedenen Teile des Ziplinesystems zu erklären. Hier ist alles, was Sie darüber wissen müssen.

Seilrolle

Die Seilrolle ist das Element der Zipline, das für die Bewegung nach unten zuständig ist. Wie der Name schon sagt, rollt sie über das Seil, das nach unten zu Ihrem Ziel gespannt ist.

Als Seilrolle wird normalerweise eine Doppelseilrolle verwendet. Diese reduziert zum einen die Reibung, so dass Sie schneller fahren können. Zum anderen ist es auch ein geschlossenes System, so dass die Seilrolle nicht vom Seil herunterfallen kann.

Gurtzeug

Obwohl Sie beim Ziplining nicht in einem Sitz sitzen, fahren Sie doch in einer sitzenden Position. Das Fahrzeug, in dem Sie sich sozusagen befinden, wird als Gurtzeug bezeichnet. Es wird mit Sicherungsseilen an die Seilrolle befestigt.

Das Gurtzeug ist normalerweise auf Ihre Körpermasse abgestimmt, und die Größe des Gurtzeugs kann Ihre Ziplining-Geschwindigkeit beeinflussen.

In der Regel müssen Sie sich nicht um die Auswahl der richtigen Gurtzeug-Größe kümmern, da dies in der Verantwortung des Ziplining-Unternehmens liegt.

Plattformen

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist der springende Punkt beim Ziplinen, dass Sie an einem höheren Punkt starten und dann zu einem tieferen Punkt hinuntergleiten.

Diese beiden Punkte sind die Plattformen. Die oberste Plattform sollte topografisch so hoch sein, dass die Schwerkraft greifen kann, wenn Sie beginnen, die Zipline hinunter zu fahren. Nur so kann es eine befriedigende Fahrt werden.

Die Breite der Plattform sollte so bemessen sein, dass Sie bequem stehen können, ohne das Gefühl zu haben, von der Kante zu rutschen.

Bremsen

Wir werden noch einen ganzen Abschnitt darüber schreiben, wie Seilrutschen stoppen. Aber wir wollen jetzt schon erwähnen, dass Bremsen ein Teil des Ziplining-Systems sind.

Die Ziplining-Firma sollte einen primären Satz Bremsen und auch einen Satz Ersatzbremsen zur Verfügung stellen. Dieser kommt zum Einsatz, wenn der erste Satz aus irgendeinem Grund nicht mehr funktioniert.

Seil

Das Seil ist die eigentliche Zipline. Wir haben kürzlich einen interessanten Beitrag über das Seil der Zipline geschrieben. Schauen Sie ihn sich ruhig an, falls Sie ihn noch nicht kennen.

Die meisten Seile bei Ziplines bestehen aus verzinktem Drahtseil, das sogar stärker ist als rostfreier Stahl. Jedes Seil im Seil besteht aus einer Reihe von kleineren Kabeln für eine größere Haltbarkeit.

Das verzinkte Seil ist an einer Seilrolle befestigt, und die Seilrolle ist das, was Sie nach unten führt, wenn Sie Ziplinen gehen.

Wie funktioniert eine Zipline? Welche Rolle spielt die Physik?

Jetzt, wo wir die Bestandteile einer Zipline geklärt haben, lassen Sie uns darüber sprechen, wie eine Zipline funktioniert. Wenn Sie eine Zipline fahren möchten, werden Sie zunächst mit einem Klettergurt ausgestattet. Der wird dann an das Seil der Zipline angehängt.

Erinnern Sie sich, das Seil selbst ist an einer Seilrolle befestigt, und die Seilrolle ist das, was Sie von der ersten Plattform zur zweiten bewegt.

Nun, die Seilrolle und die Schwerkraft. Hätten wir keine Schwerkraft, dann würden Sie, wenn Sie von der Plattform los möchten, einfach dort hängen. Glücklicherweise passiert genau das aber nicht.

Die schräg verlaufende Konstruktion der Zipline von der höheren zur niedrigeren Plattform zieht Sie nach unten.

Es ist nicht nur die Schwerkraft, die hier im Spiel ist, sondern auch die Trägheit. Diese physikalische Eigenschaft bestimmt, dass sich eine Masse so lange in einer geraden Linie bewegt, bis eine äußere Kraft sie stoppt. Wie beispielsweise die Bremsen der Zipline.

Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie beim Ziplining langsam fahren. Die Seilrolle kontrolliert die Reibung während der Fahrt, was Ihnen die Art von Geschwindigkeit ermöglicht, die Adrenalinjunkies genießen.

Der Grund dafür ist, dass das Herunterrollen auf der Zipline im Vergleich zum Rutschen weniger Reibung erzeugt. Da die Reibung stärker sein kann als die Schwerkraft, brauchen Sie möglichst wenig Reibung.

Je steiler die Zipline, desto schneller sind Sie in der Regel. Wir werden aber etwas später mehr über Geschwindigkeit sprechen!

Wie man eine Zipline anhält

Sie sausen mit einer ziemlich hohen Geschwindigkeit an der Zipline entlang. Sie haben wirklich Spaß, aber jetzt fragen Sie sich, wann und wie Sie zum Stillstand kommen.

Also, wie wir bereits erwähnt haben, hat das Ziplinesystem Bremsen. Und auch einen Satz Ersatzbremsen.

Die Bremsen können aktiv oder passiv sein. Mit aktiven Bremsen können Sie selbst manuell abbremsen. Dies ist praktisch, wenn Sie steile Hänge hinuntergleiten oder eine hohe Höchstgeschwindigkeit haben.

Was Sie beim Ziplining viel häufiger sehen werden, sind passive Bremsen. Diese Bremsen werden nicht von den Ziplinern selbst gesteuert. Stattdessen ist die Zipline so konstruiert, dass sich das Seil natürlich verjüngt, um Sie zum Stillstand zu bringen.

Wenn Sie auf diese Weise anhalten, sind mehrere physikalische Eigenschaften im Spiel. Eine davon ist die Reibung des Seils.

Wenn Sie aktive Bremsen als Teil des Zipline-Systems verwenden, dann tragen Sie Handschuhe, um die Reibung zu erhöhen. Damit wird die Zipline natürlich langsamer.

Denken Sie daran, dass die Kraft der Reibung stärker sein kann als die der Schwerkraft. Deshalb können Sie mit dieser Methode abbremsen.

Die zweite physikalische Kraft, die Ihnen hilft, beim Ziplining zu bremsen, ist der Luftwiderstand. Was ist Luftwiderstand?

Es ist eine Theorie der Strömungsdynamik, die besagt, dass der Luftwiderstand entgegengesetzt zur relativen Bewegung auf jedes sich bewegende Objekt wirkt. Es gibt eine komplexe Formel, mit de man den Luftwiderstand berechnen kann.

Kurz und bündig lässt sich das so zusammenfassen. Wenn sich ein Objekt in Bewegung schnell bewegt, wie zum Beispiel Ihre Seilrutsche, erhöht sich sein Luftwiderstand. Wenn dies geschieht, erreicht Ihre Seilrutsche die Endgeschwindigkeit.

Diese Endgeschwindigkeit ist die maximale Geschwindigkeit eines frei fallenden Objekts. Der Luftwiderstand hindert das Objekt daran, seine Geschwindigkeit weiter zu erhöhen.

Mit anderen Worten, beim Ziplining bestimmt die Endgeschwindigkeit, wie hoch Ihre maximale Geschwindigkeit sein wird.

Je mehr Luftwiderstand auf die Seilrutsche einwirkt, desto langsamer wird Ihre Geschwindigkeit und Sie kommen schließlich zum Stillstand.

Man könnte also sagen, dass die Bremsen Ihnen beim Anhalten geholfen haben, aber es ist viel mehr Wissenschaft im Spiel, als Sie vielleicht erkannt haben!

Wie schnell ist eine Zipline?

Wir haben schon oben angekündigt, dass wir uns auch um die Geschwindigkeit der Zipline kümmern werden. Die erreichbare Geschwindigkeit beim Fahren einer Zipline ist sehr verschieden, von 30 bis 40 km/h bis hin zu 50 bis 60 km/h. Und manchmal sogar bis zu 80 km/h.

Warum gibt es diese Diskrepanz in den Geschwindigkeiten? Wie schnell Sie auf einer Zipline fahren können, hängt von mehreren Faktoren ab, auf die wir jetzt eingehen wollen.

Wir haben zu diesem Thema aber auch noch einen eigenen Artikel geschrieben, den Sie hier finden.

Die Länge des Seils

Bei einer kurzen Zipline können Sie nicht so hohe Geschwindigkeiten erreichen wie bei einer längeren.

Je mehr Zeit Sie auf der Zipline haben, desto näher kommen Sie der Endgeschwindigkeit. Das liegt daran, dass die Schwerkraft und die Trägheit mehr Zeit zum Wirken haben.

Der Neigungswinkel

Selbst bei der längsten Zipline werden Sie nicht schnell sein, wenn es kein Gefälle gibt oder wenn das Gefälle nicht sehr ausgeprägt ist.

Denken Sie daran, dass die Schwerkraft eine nach unten ziehende Kraft ist. Das bedeutet, dass Sie weiter oben sein müssen, damit die Schwerkraft ihre Wirkung entfalten kann.

Nicht nur das, sondern auch Ihre Endgeschwindigkeit steigt mit dem Neigungswinkel, was wiederum die Geschwindigkeit Ihrer Fahrt erhöht.

Ihr Gewicht

Der letzte Faktor, der Ihre Geschwindigkeit beim Ziplinen beeinflusst, ist Ihr Gewicht. Obwohl man denken könnte, dass jemand, der mehr wiegt, zwangsläufig langsamer die Zipline hinunter fährt, ist das Gegenteil der Fall.

Ein Objekt, das mehr wiegt, hat eine größere Endgeschwindigkeit im Vergleich zu einem leichteren Objekt. Das liegt im Grunde daran, dass seine Schwerkraft größer ist.

Das Objekt wird sein maximales Geschwindigkeitspotenzial in kürzerer Zeit erreichen.

Zum Abschluss

Nun wissen Sie, wie eine Zipline funktioniert. Beim Ziplining stehen Sie auf einer hohen Plattform und fahren dann an einem Seil, das an einer Seilrolle befestigt ist, hinunter.

Physikalische Prinzipien wie Schwerkraft, Trägheit, Endgeschwindigkeit und Luftwiderstand beeinflussen die Geschwindigkeit. Aber das sind nicht die einzigen Faktoren, die eine Rolle spielen.

Ihr Gewicht, der Neigungswinkel und die Länge des Seils können ebenfalls Ihre Geschwindigkeit beeinflussen. Sogar das Anhalten der Seilrutsche ist eine Sache der Physik, da es Luftwiderstand und Reibung erfordert.

Wir hoffen, dass Sie einiges darüber gelernt haben, wie Ziplines funktionieren. Und dass Sie nun zuversichtlich genug sind, um noch heute ein Ziplining-Erlebnis zu planen!

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